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Sitzungsübersicht
Sitzung
Forschendes Lernen in der universitären Lehrer*innenbildung: Befunde rekonstruktiver Studien zu Anforderungen und Bearbeitungen in der Anfangsphase
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 31
937 9854 4993, 057582
Sitzungsthemen:
5. Schulpädagogik, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, qualitativ, Deutsch

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Präsentationen

Forschendes Lernen in der universitären Lehrer*innenbildung: Befunde rekonstruktiver Studien zu Anforderungen und Bearbeitungen in der Anfangsphase

Chair(s): Dr. Jan-Hendrik Hinzke (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland), Prof. Dr. Angelika Paseka (Universität Hamburg)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Tobias Leonhard (Fachhochschule Nordwestschweiz)

Obgleich mit dem Aufschwung Forschenden Lernens in Lehramtsstudiengängen (etwa Schiefner-Rohs et al., 2019) die wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem hochschuldidaktischen Format zugenommen hat, bleiben empirische Beiträge rar. Weiterhin ist relativ unklar, ob, unter welchen Bedingungen und auf welche Weise die mit Forschendem Lernen verbundenen Ziele erreicht werden können (etwa Fichten & Weyland, 2019). Es fehlt v.a. an qualitativ-rekonstruktiven Studien, die Prozesse, Akteursperspektiven und die Bedeutung von Fachkulturen in den Blick nehmen (Herzmann & Liegmann, 2019).

In der Arbeitsgruppe fokussieren drei rekonstruktiv angelegte Forschungsprojekte die Frage, wie sich Forschendes Lernen in Praktiken und Orientierungen an fünf Universitätsstandorten durch verschiedene Akteur*innen und in verschiedenen Fachkulturen zeigt. Dabei fokussieren alle Projekte die Ausgangslage anvisierter Professionalisierungsprozesse und damit die Anfangsphase Forschenden Lernens.

 

Beiträge des Panels

 

Kommunikative Aushandlungen Forschenden Lernens. Adressierungsanalysen zum universitären Seminargeschehen in der Vorbereitung auf das Praxissemester

Prof. Dr. Petra Herzmann1, Dr. Anke B. Liegmann2
1Universität zu Köln, 2Universität Duisburg-Essen

Die für die Praxis universitärer Lehrer*innenbildung insgesamt zu konstatierende empirische Black Box (Herzmann et al., 2019) lässt sich auch für Forschungen zu Seminaren im Kontext des Praxissemesters ausmachen. Bislang liegen kaum Studien vor, die das Forschende Lernen als Seminargeschehen untersuchen (z.B. Stövesand, 2019; Katenbrink et al., 2019). Unsere Studie fokussiert den operativen Vollzug des Vermittlungs- und Aneignungsgeschehens Forschenden Lernens, mit dem Ziel, das seminaristische Sprechen über das Forschende Lernen als Aushandlungsgeschehen der Akteure zu rekonstruieren. Dazu werden 5 Vorbereitungsseminare zum Praxissemester aus den Bildungswissenschaften und verschiedenen Fachdidaktiken mittels eines adressierungsanalytischen Zugangs untersucht (Herzmann & Liegmann, 2020). Für den Tagungsbeitrag konzentrieren wir uns auf die Anfangssitzungen. In den Blick genommen wird, wie sich Dozent*innen und Student*innen am Beginn der seminaröffentlichen Behandlung zu den normativ-programmatischen Erwartungen Forschenden Lernens positionieren. Erste Befunde zeigen, dass sich die Thematisierungen Forschenden Lernens in den untersuchten Seminaren hinsichtlich des Fokus Forschenden Lernens (Unterricht theoriebegründet planen vs. Unterricht evaluieren) unterscheiden. Diese Beobachtung nehmen wir zum Anlass, die Aushandlungsprozesse Forschenden Lernens entlang von Ansprüchen, Zuständigkeiten und Traditionen von Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken zu diskutieren.

 

Perspektiven von Hochschullehrenden auf Forschendes Lernen. Empirische Befunde zur Bedeutung von fachkulturellen Differenzen

Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla, Prof. Dr. Peter Frei, Prof. Dr. Katrin Hauenschild, Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme, Dr. Ulrike Schütte, Dr. Dennis Wolff
Stiftung Universität Hildesheim

Bei der Umsetzung von Konzepten des Forschenden Lernens wird Hochschullehrenden zwar eine hohe Bedeutung zugesprochen (Huber, 2009), doch stehen diese bisher nur vereinzelt im Fokus empirischer Untersuchungen (Karber & Wustmann, 2015; Brandhorst et al., 2020). Insofern ist wenig über ihr Verständnis von Forschendem Lernen und ihre jeweiligen Erwartungen oder auch Bedenken bekannt.

Im Rahmen einer Begleitforschung zum Format Forschenden Lernens (Projektband), das parallel zur Praxisphase angeboten wird, werden neben den Erfahrungen und Einschätzungen der Studierenden auch die Perspektiven der Hochschullehrenden untersucht. Hierfür wurden mit 22 Fachdidaktiker*innen und Bildungswissenschaftler*innen qualitative Interviews zu Beginn ihres Projektbands geführt, wobei für die Auswertung auf die Grounded Theory (Strauss, 1994) zurückgegriffen wurde.

Die Hochschullehrenden wurden nach ihrem Verständnis von Forschendem Lernen, ihren konzeptionellen Überlegungen bei der Gestaltung des Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsseminars sowie ihren Einschätzungen zur Bedeutung Forschenden Lernens für die Professionalisierung von Lehrkräften befragt. Im Vortrag soll insbesondere auf die Differenzen, die sich in den Rekonstruktionen der Bedeutungszuschreibungen von Forschendem Lernen und Professionalisierungserwartungen sowie in den geplanten praktischen Realisierungen zeigen, fokussiert werden. Erste Befunde zeigen, dass hierbei vor allem unterschiedliche Fachkulturen zum Tragen kommen.

 

Perspektiven von Lehramtsstudierenden auf Forschendes Lernen. Zur qualitativen Erschließung des Aufbaus einer forschenden Haltung

Vanessa Boldt1, Alexandra Damm2, Dr. Jan-Hendrik Hinzke3, Prof. Dr. Angelika Paseka1
1Universität Hamburg, 2Universität Bielefeld, 3Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Forschendes Lernen als hochschuldidaktisches Design (Huber & Reinmann, 2019) wird in der Lehrer*innenbildung mit der Hoffnung auf die Entwicklung eines forschenden Habitus bzw. einer forschenden Haltung bei angehenden Lehrkräfte eingesetzt (etwa Fichten, 2019). Inwieweit Forschendes Lernen dazu in der Lage ist, ist dabei empirisch noch weitgehend ungeklärt (Paseka & Hinzke, 2018). Zielsetzung des Beitrags ist daher, auf Basis einer explorativen Studie zur Beantwortung dieser Frage beizutragen.

Die empirische Basis bilden Gruppendiskussionen mit Lehramtsstudierenden, die in vier Lehrveranstaltungen zum Forschenden Lernen an zwei Universitätsstandorten (Hamburg, Bielefeld) erhoben werden. Die Auswertung der Daten erfolgt mit der Dokumentarischen Methode (Bohnsack, 2014). Für den Tagungsbeitrag werden die Daten aus der ersten Erhebungsphase, d.h. zu Beginn der Lehrveranstaltungen, vorgestellt. Im Zentrum dieser Erhebungen stehen jene studentische Erfahrungen mit Forschen, die von den Studierenden v.a. im vorangegangenen erziehungswissenschaftlichen, fachlichen und fachdidaktischen Studium gemacht wurden.

Erste Befunde aus einer Vorstudie (Hinzke & Paseka, 2021) lassen vermuten, dass die Studierenden ihre Erfahrungen mit Forschen unterschiedlich rahmen. In der Diskussion der Befunde wird danach fragt, was derartige Unterschiede zu Seminarbeginn für die Entwicklung einer forschenden Haltung qua Forschendem Lernen bedeuten.



 
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