Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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SES 4-2: Robotik & Kollaborative Automatisierung 2
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Validierung robotergestützter in vivo Messungen am Menschen im Vergleich zu manuellen Referenzmethoden 1Beiersdorf AG, Deutschland; 2Technische Hochschule Wildau, Deutschland In vorhergehenden Arbeiten wurden sowohl ein Bildverarbeitungsmodell zur automatisierten Erkennung von Messarealen als auch Studien zur Akzeptanz robotergestützter in vivo Messungen entwickelt und erprobt. Auf dieser Grundlage wurde ein prototypischer Hautmessroboter aufgebaut, der die Anforderungen an Ergonomie, Sicherheit und Bedienbarkeit integriert. Im vorliegenden Beitrag wird eine erste Validierungsstudie vorgestellt, in der robotergestützte Messungen systematisch mit manuellen Referenzmessungen verglichen werden. Die Ergebnisse werden gegenübergestellt und diskutiert, ergänzt durch Erkenntnisse zur praktischen Durchführbarkeit und Akzeptanz im Studienbetrieb. Schichtübergabe an den Roboter: Ein KI-gestütztes Vorgehensmodell zur ambidextren Automatisierung Technische Hochschule Wildau, Deutschland Der Beitrag stellt ein Vorgehensmodell zur Schichtübergabe an den Roboter vor, das Präzision und Flexibilität verbindet. Kollaborative Roboteranwendungen steigern Effizienz, führen aber oft nicht zu echter Entlastung. Das Modell erweitert die Multi-Aspekt-Checkliste nach Prell et al. (2024) durch ein Large Language Model mit Retrieval-Augmented Generation. Dieses gleicht Eingaben mit ERP- und Produktionsdaten ab und schlägt geeignete Tätigkeiten für die Automatisierung vor. So entsteht eine transparente, kontextbezogene und menschenzentrierte Entscheidungsunterstützung im Sinne ambidextrer Automatisierung. Kernelement ist die Übergabe repetitiver Aufgaben an den Cobot, der in einer eigenen Roboterschicht arbeitet. Dies schafft für den Menschen Freiräume, die als Explorationsrente bezeichnet werden: Zeit, die von Routinetätigkeiten (Exploitation) entlastet und für explorative Aufgaben wie Prozessverbesserungen genutzt wird. Die Validierung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Unternehmen sowie der Wildauer Smart Production. Der Beitrag vereint die Forschungsstränge Cobot-Integration, organisationale Ambidextrie und generative KI. Das Vorgehensmodell zeigt, wie sich ambidextrische Automatisierung in KMU schrittweise, risikoarm und mit hohem Nutzenpotenzial umsetzen lässt. Damit leistet es einen Beitrag zum Leitthema der AALE 2026 „Fortschritt durch Präzision und Flexibilität“. | ||

